Mitarbeitergespräch – Wie sich Führungskräfte vorbereiten

Haben in der Vergangenheit bereits Mitarbeitergespräche stattgefunden? Dann wird sich auch Ihr Vorgesetzter intensiv mit dem Protokoll bzw. den Zielvereinbarungen vom letzten Gespräch befassen. Dass er bei der Definition der Ziele des Mitarbeitergesprächs vielfach eine andere Sichtweise als die Ihre vertreten wird, liegt in der Natur der Sache, denn er hat als Führungskraft vor allem die (wirtschaftlichen) Interessen des Unternehmens zu verfolgen. Daher wird er versuchen, ein möglichst vollständiges Bild z. B. auch mittels Gesprächen mit Kollegen, Kunden oder Lieferanten herzustellen, um Ihre Leistungen umfassend beurteilen zu können.

Seine Ziele sind es,

  • den Verhandlungsrahmen abzusichern (Gehaltsspanne, Bildungspaket, aber auch Eskalationsmöglichkeiten bis hin zur Trennung, Abfindung),
  • das Optimierungspotential zu bestimmen,
  • Lob und Kritik passend anbringen zu können,
  • sich gegen übertriebene Forderungen mit Argumenten (Zielverfehlungen, Abmahnungen, Fehler ...) zu wappnen.

Darüber hinaus wird er sich ebenfalls auf die Punkte Zusammenarbeit, Arbeitsaufgaben, Arbeitssituation und Entwicklungsmöglichkeiten/-ziele vorbereiten, nur eben aus einem etwas anderen Blickwinkel. Außerdem muss er noch folgende (organisatorische) Punkte im Auge haben:

  • Einladung zum Gespräch unter Nennung des Termins, des Ortes und des Themas
  • Sicherstellung eines störungsfreien Ablaufs ohne eingehende Telefonate etc.
  • Vorbereitung eines passenden Einstiegs, um eine entspannte Atmosphäre zu schaffen

 

Die Verantwortung für den Gesprächsablauf liegt insbesondere bei der Führungskraft. Ein Vorgesetzter, der sich mit grundlegenden Kenntnissen über Gesprächsführungs- und Fragetechniken sowie die Einwandbehandlung vertraut gemacht hat, wird das Gespräch professioneller gestalten als jemand, der blauäugig und betriebsblind argumentiert. Das werden Sie schnell merken, z. B. wenn Sie Beschwerden oder Einwände geltend machen wollen.