Kündigungsgrund Social Network

Social Networks bilden, aufgrund ihrer schieren Größe, die gesamte Welt ab. Was auf Social Networks veröffentlicht wird,ist allen sichtbar, auch Vorgesetzten, Kollegen oder Kunden. Ein unbedachter Kommentar oder ein peinliches Foto kann den Ruf beschädigen oder sogar zur Kündigung führen.

Alles streng öffentlich
Facebook und Co. erlauben standardmäßig, dass Ihnen jeder ins Profil schauen kann – von Ihrem aktuellen Aufenthaltsort bis zum Urlaubsfoto am Strand. Wer sich nicht kümmert, dessen Kommentare und Bilder sind öffentlich zugänglich. Spaßig gemeinte Kommentare wie „Montag, Freitag wäre mir lieber …“ lassen auf mangelnde Motivation schließen. Kritik am Vorgesetzten wie „Chef glaubt mal wieder, alles besser zu wissen“ können als Kündigungsgrund herhalten. Wer sich krankmeldet und dann Bilder vom Marathon veröffentlicht, sollte sich nicht wundern, wenn die fristlose Kündigung schon im Briefkasten liegt, bevor das Ziel erreicht wurde.

Schon die Nutzung von sozialen Netzwerken während der Arbeitszeit ist bedenklich. Steht im Arbeitsvertrag, dass das Internet nur für berufliche Zwecke verwendet werden darf, so kann die Uhrzeit des Kommentars als Beweis für eine Abmahnung, wenn nicht Kündigung dienen.

Wir empfehlen, sich eine Privatsphäre zu schaffen: Grenzen Sie stark ein, wer auf Ihre Daten Zugriff hat und achten Sie genau darauf, Ihre Mitteilungen nur dann öffentlich zu machen, wenn Sie das auch ausdrücklich wollen. Pikante Details erreichen sonst jeden, den Sie in Ihren Listen haben – Vorgesetzte und Kunden inklusive.

Fach- und Führungskräften empfehlen wir daher dringend, große Sorgfalt bei der Nutzung der sozialen Netzwerke walten zu lassen, nur wenige Informationen zur Person dort einzustellen und auf Kommentare rund um den Arbeitgeber zu verzichten oder Social Networks ganz zu meiden.

Die Logik ist: Wer mit den eigenen Daten fahrlässig umgeht, ist auch im Umgang mit Firmengeheimnissen nachlässig.

Fazit
Wir empfehlen ausdrücklich, Social Networks zu misstrauen. Ein Eintrag kann Sie lange verfolgen – das Internet vergisst nie. So entpuppt sich ein altes Partyfoto schnell als Karrierekiller.