Warum Sie schon viel zu lange auf der Stelle trampeln

Beamte haben einen unschätzbaren Vorteil gegenüber „normalen” Angestellten: Sie werden „pflichtbefördert”. Das heißt, die Karriere läuft mehr oder minder automatisch. Regelmäßig gibt es Gehaltserhöhungen und eine Stellenaufwertung auf Basis der Dienstjahre und des Lebensalters. So einfach haben es Mitarbeiter in der freien Wirtschaft meist nicht. Wer in einem mittelständischen Unternehmen oder einen Dax-Konzern befördert werden will, der muss dafür eine Menge tun.

Wenn Sie bei der Lektüre dieses Artikels feststellen, dass in den vergangenen Jahren eigentlich all Ihre Kollegen irgendwie an Ihnen vorbeigezogen sind, inzwischen in größeren Büros sitzen und in der Tiefgarage näher am Lift parken als Sie, so haben Sie vermutlich nicht sonderlich viel für das eigene Fortkommen im Betrieb getan. Hier folgen 5 Gründe, woran Sie bislang gescheitert sind. 

Tue Gutes und rede darüber

Auch wenn aufzufallen nicht Ihre Masche ist: Im Unternehmen ist es nicht verkehrt, Akzente zu setzen, Projekte anzustoßen oder Verbesserungen einzuführen. Damit alleine ist es aber nicht getan. Sie müssen Ihre Taten auch entsprechend kommunizieren und wahrnehmbar machen. Das heißt nicht, dass Sie am schwarzen Brett einen Aushang machen sollten und in der Kantine eine gesamte Tischreihe mit Ihren Erfolgen unterhalten müssen. Aber wer hin und wieder im passenden Gremium, beim Chef oder der Personalabteilung selbstbewusst über ein Herzensthema spricht, der kann wahre Wunder bewirken. 

An andere denken

Wer soziales Engagement zeigt, beweist eine positive Grundhaltung. Das spricht sich im Kollegenkreis herum und dringt bestimmt irgendwann zum Chef durch. Menschen, die sich für andere und gute Zwecke einsetzen, wirken sympathischer. Aber Vorsicht: Übertreiben Sie es nicht. Denn wer den Bogen überspannt, der bekommt schnell den Titel „Gutmensch” weg – und wird weder vom Chef noch von den Kollegen ernst genommen.

Fortbildung ist alles andere als spießig

Mal ehrlich: Wann haben Sie zum letzten Mal die Schulbank gedrückt oder ein Seminar besucht? Schon klar, das bedeutet einigen Aufwand. Sie müssen sich für ein neues Thema öffnen, die eigene Komfortzone im tristen Berufsalltag verlassen und endlich mal wieder die Lern-Areale des Gehirns aktivieren. Aber genau das ist es, was dem Berufsleben frischen Schwung gibt. Wenn Sie Ihre Kompetenzen real und formal (im Lebenslauf) aufwerten, macht Sie das attraktiver für höhere Aufgaben. Nehmen Sie regelmäßig an betriebsinternen Fortbildungsmöglichkeiten teil, um Ihre Karriere in Fahrt zu bekommen.

Boykott von Firmenangeboten gilt als flegelhaft

Sie arbeiten nun schon einige Jahr in der Firma und waren noch nie auf der Weihnachtsfeier oder beim Betriebsausflug? Solche Aktions-Muffel wie Sie gibt es sehr viele! Aber Sie können sicher sein: Damit fallen Sie unangenehm auf. Die Firmenleitung wünscht sich, dass Sie sich mit dem Unternehmen identifizieren – auch wenn Sie nicht alles klasse finden, was im Berufsalltag läuft. Karriere machen Sie auch außerhalb der Arbeitszeit – an Mitarbeiterstammtischen, auf Firmenevents oder beim Workout mit den Führungskräften.

Vernetzen und Interesse zeigen

Wir leben in einer äußerst kommunikativen Zeit. Das gilt auch für die Firma. Hier können Sie punkten, wenn Sie ein starkes Netzwerk aufbauen. Zeigen Sie Interesse für andere Abteilungen, halten Sie Kontakt zu Kollegen aus anderen Abteilungen, suchen Sie Nähe zu den Schlüsselpersonen in Ihrer Branche.

Sie werden sehen: Jeder freundliche Kontakt kann sich schon bald als sehr hilfreich erweisen und Ihnen beim Aufstieg helfen. Wer immer mit den selben Kollegen quatscht und isst, der blockiert auf Dauer das eigene Vorankommen.