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10. Februar 2012 Stellenangebote & Jobs für qualifizierte Fach- und Führungskräfte
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Im Mittelstand bleiben viele Stellen unbesetzt

Im Mittelstand bleiben viele Stellen unbesetzt


Vielen kleinen und mittleren Firmen gelingt es nicht, geeignete Fach- und Führungskräfte zu finden. Unzählige Positionen bleiben unbesetzt, weil Bewerber lieber bei Konzernen und Markenartiklern anheuern. Höchste Zeit also, dass Mittelständler mehr für ihr Arbeitgeberimage tun.

Selbst in der Krise haben zwei Drittel aller mittelständischen Betriebe Probleme bei der Stellenbesetzung. So lautet das Ergebnis einer Umfrage von Compamedia, Ausrichter des Wettbewerbs "Top Job, Die 100 besten Mittelständler in Deutschland". Ein Drittel der befragten Unternehmen führt das auf den herrschenden Fachkräftemangel zurück. Ein Viertel sieht die Ursache eher in der mangelnden Bekanntheit des eigenen Unternehmens als Arbeitgeber. Befragt wurden 120 Unternehmen zwischen August und November 2009.

Employer Branding pusht das Image der Arbeitgeber

Kein Wunder, dass 90 Prozent der befragten Firmen im Employer Branding eine vordringliche Aufgabe erkennen. Im Jahr vor der Krise war der Wert längst nicht so hoch. Aus Erfahrung wollen die Unternehmen also klug werden. Doch was steckt hinter der wohlfeilen Absicht? Zwar behaupten nahezu 60 Prozent der Firmen, eine eigene Strategie zur Verbesserung des Arbeitgeberimages zu verfolgen. Bei genauerem Hinsehen jedoch besitzen drei von vier Firmen keinen Slogan, der die Stärken des Arbeitgebers auf den Punkt bringt, während zwei Drittel keine Botschaften formulieren, was das Unternehmen aus Sicht von Bewerbern auszeichnet.

Dabei ist Eile geboten. Experten zufolge kann die Wirtschaft langfristig keine Verbesserung auf dem Arbeitsmarkt erwarten. Employer Branding gilt daher als Megatrend. Zwei Drittel der befragten Firmen planen zwar konkrete Maßnahmen, um im Jahr 2010 als Arbeitgeber bekannter zu werden. Umgekehrt besitzt nicht einmal die Hälfte ein klar konturiertes Arbeitgeberprofil. "Viele Personalabteilungen arbeiten beim Aufbau der Arbeitgebermarke immer noch nicht mit den relevanten anderen Abteilungen wie Unternehmenskommunikation, PR oder Marketing zusammen", sagt Silke Masurat, Geschäftsführerin von Compamedia in Überlingen am Bodensee.

Klares Profil im Web

Doch Fortschritte, wie die Betriebe sich im Wettbewerb um Talente abheben, sollten nicht verschwiegen werden. Nach Angaben von Masurat erforscht inzwischen jedes zweite Unternehmen die Bedürfnisse und Erwartungen seiner Bewerber. 2008 tat dies nur jede dritte Firma. Noch deutlicher tritt die Bedeutung des Internets fürs Employer Branding hervor. Über 90 Prozent der Mittelständler hält eine eigene Karrierewebsite für wichtig, um als attraktiver Arbeitgeber wahrgenommen zu werden. Auch ein klares Profil in Online-Jobbörsen halten viele Befragte inzwischen für äußerst relevant.
 
Von Max Leonberg

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