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10. Februar 2012 Stellenangebote & Jobs für qualifizierte Fach- und Führungskräfte
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Personal
Berufsbegleitende Supervision - Performance-Kick für Teams und Führungskräfte

Berufsbegleitende Supervision - Performance-Kick für Teams und Führungskräfte


Ihr Mitarbeiter nervt? Ihre Sekretärinnen sprechen kein Wort mehr miteinander? Und Sie selbst haben schon gar keine Lust mehr, Ihr Büro zu verlassen? Dann ist es höchste Zeit für eine Supervision.

"Supervision ist personenbezogene berufliche Beratung für Professionals", so definiert Professor Kornelia Rappe-Giesecke von der evangelischen Fachhochschule Hannover die Hilfe von außen, die Teams aus verfahrenen Situationen hinaus führen kann. Ihre Aufgabe sei es, Einzelne oder Teams zu individueller und sozialer Selbstreflexion zu befähigen, um ihr berufliches Handeln zu optimieren, so die Kommunikationswissenschaftlerin, die drei Formen berufsbegleitender Supervision unterscheidet: Entweder beschäftige man sich mit Kundenbeziehungen, das heißt, wie die Supervisanden die Interaktion mit ihren Klienten oder Kunden verbessern können (klientenbezogene Supervision), wie sie team- oder unternehmensintern zusammenarbeiten (kooperationsbezogene Supervision), oder mit den Merkmalen und Aufgaben von Rollen innerhalb der Organisation eines Supervisanden (rollenbezogene Supervision).

Supervision fördert Kommunikation im Team

In der Praxis bedeutet das zunächst einmal zu klären, was genau mit Hilfe des Supervisors oder der Supervisorin verändert werden soll. Geht es darum, eigene Fachkompetenzen im Umgang mit Klienten, Kunden oder Abnehmern zu erhöhen, dann dient die Supervision der Selbstkontrolle: Wie professionell bin ich eigentlich? Hier stehen die Verbesserung der Selbst- und Fremdeinschätzung, sowie die Entwicklung eines zeitgemäßen Rollenbildes im Vordergrund. Wenn die Kooperation zwischen Kolleginnen, Führungskräften oder Mitarbeitern knirscht, kann Supervision Kommunikationsstörungen beseitigen und dazu beitragen, dass sich das Team auf seine Aufgaben konzentriert - statt auf Streitereien. So verbessern sich Arbeitsklima und Effektivität. Hat ein Manager Probleme damit, seine eigene Person, seine Rolle und seine Funktion innerhalb der Firma in Einklang zu bringen, hilft Supervision, Klarheit zu schaffen. Im Gegensatz zur klienten- und kooperationsbezogenen Supervision findet die rollenbezogenen Supervision meist in Einzelsitzungen statt.

Effizienteres Arbeiten durch die richtige Beratung

"Zufriedene Mitarbeiter bewegen mehr", unterstreicht Karin Bongers, Sprecherin der Fachgruppe Systemische Supervision, Coaching und Organisationsberatung der Deutschen Gesellschaft für Systemische Therapie und Familientherapie (DGSF), die eine eigene Praxis für Systemische Supervision und Beratung in Tönisvorst betreibt. Der Einsatz von Supervision könne Energien bei Mitarbeitern und Führungskräften freisetzen, die ansonsten dazu benötigt werde, die eigene Unzufriedenheit überhaupt auszuhalten. Neue Impulse brächten höhere Effizienz und mehr Freude an der Arbeit. Bongers möchte mit Ihrer Arbeit dazu beitragen, Ihre Klienten "aus festgefahrenen beruflichen Situationen hinauszugeleiten, ihnen neue Perspektiven zu vermitteln oder sie bei der Entwicklung neuer Lösungswege zu begleiten."

Dauer und Umfang von Supervision sind abhängig von den Anliegen und Wünschen der Supervisandinnen und Supervisanden oder der Auftraggeber. Diese müssen nicht unbedingt identisch sein. Im Rahmen der Supervision eines Teams ist es durchaus möglich, dass die Führungskraft den Auftrag zur Supervision erteilt, das Team aber beschließt, zunächst ohne die Führungskraft über Leitungsprobleme und Arbeitsstrukturen zu sprechen. Hierbei sei es laut Karin Bongers notwendig, "klare Absprachen und präzise Regeln, wie etwa Art und Umfang der Verschwiegenheit gegenüber der Leitung, zu vereinbaren".
Nach Einschätzung der Diplom-Psychologin ist es außerordentlich wichtig, den Supervisandinnen und Supervisanden zu verdeutlichen, dass sie "Experten in eigener Sache" sind. "Ich sehe mich nicht als Fachfrau für den richtigen Lösungsweg", sagt Bongers. "Ich begreife meinen Beitrag darin, meine Erfahrungen und mein Wissen, sowie insbesondere meine Beobachtungen und meine Wahrnehmungen zu kommunizieren."
 
Von Carsten Hennig

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