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Kolumne
Ärger mit Kollegen

Ärger mit Kollegen


Am Arbeitsplatz geht es bisweilen zu wie in Hollywood. Hier blüht der Tratsch, dort laufen unangenehme Zeitgenossen Amok. Was den Deutschen im Büro wirklich gegen den Strich geht, fand der Bürovermieter Regus in einer Online-Umfrage heraus.

Montag bis Freitag das alte Lied: Meier greift zum Glimmstengel und Kollegin Schulze hat schon vor der Mittagspause eine Fahne. Wenn der Praktikant auch noch die Tüte Pommes auspackt, kann einem schon der Spaß an der Arbeit vergehen. Eindeutig Nummer eins unter den Todsünden im Büro ist schlechte Luft. Unangenehmer Achselschweiß oder müffelnde Füße törnen jeden Zweiten ab.

Chaos im Büro

Mangelnde Hygiene ist auch für die zweite Todsünde verantwortlich: Schmutz. Krabbelt einem im Kühlschrank die Mettwurst entgegen oder gleicht die Toilette einer Mülldeponie, kann das Fass schon überlaufen. Igitt. Gleich danach kommen unpünktliche Kollegen. Einem Drittel der Büromenschen geht es auf den Keks, wenn Abläufe deshalb ins Stocken geraten oder Meetings nicht wie geplant stattfinden können. Vor allem Medienleute reagieren empört.

Fast ebenso nerven Zeitgenossen, die ihre Lautstärke nicht in den Griff kriegen. Jeder Fünfte stört sich an Telefonaten, die auf das Umfeld keine Rücksicht nehmen. Besonders im Handel scheint das Problem zu grassieren. Ebenso nervenaufreibend wird Klatsch und Tratsch empfunden. Zwar ist dieser Kommunikationskanal stets für Überraschungen gut. Dennoch überwiegt der negative Eindruck: Lästermäuler gehört manchmal eben das Maul gestopft.

Ein Auge zudrücken

Auf wenig Gegenliebe treffen in deutschen Büros auch Dauerschwindler. Wer ständig abstreitet, Fehler begangen zu haben, oder am liebsten anderen die Schuld in die Schuhe schiebt, ist ebenfalls ein großes Ärgernis. Jeder zweite im Gesundheitswesen Beschäftigte regt sich über solche Zeitgenossen auf.

Nicht ganz so nervtötend scheint der Kopierstau und das dudelnde Radio zu sein. Man drückt eben ein Auge zu, wenn der Kollege mal wieder vergisst, neues Papier einzulegen. Und lediglich jeder Zehnte stört sich daran, wenn Musik erklingt oder Moderatoren unverdrossen vor sich hin plappern. Daher ist auch Meierschulze noch zu ertragen. Zwar führt er ständig Selbstgespräche und gibt zu allem seinen Senf hinzu. Doch nur jeder Zwanzigste würde ihm irgendwann einmal ordentlich die Meinung geigen.
 
Von Josef Bierbrodt

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