Versteuerung des privat genutzten Firmen-PKW

Bewirbst du dich in einem Unternehmen auf eine Führungsstelle oder auf eine Position, in der du beruflich viel mit dem Auto unterwegs bist, so ist es möglich, dass dir das Unternehmen einen Firmen-Pkw zur Verfügung stellt, den du auch privat nutzen kannst.

Diese Privatnutzung des vom Arbeitgeber überlassenen Firmen-Pkw muss als geldwerter Vorteil versteuert werden.

Für die Versteuerung kannst du zwei Möglichkeiten wählen:

1. Du führst ein Fahrtenbuch

2. Du versteuerst die private Nutzung mit der 1 %-Regelung

Du hast jedes Jahr die Möglichkeit, die Art deiner Versteuerung neu zu wählen.

Führen eines Fahrtenbuches

Ein Fahrtenbuch soll Auskunft darüber geben, welche Fahrten mit dem Pkw aus welchem Anlass unternommen wurden.

Der sich daraus ergebende privat genutzte Anteil kann somit für das Finanzamt dokumentiert werden. Die Versteuerung des geldwerten Vorteils erfolgt dann individuell für den Arbeitnehmer nach den tatsächlich angefallenen Kosten.

Voraussetzung für die Versteuerung mit dem Fahrtenbuch ist das ordnungsgemäße Führen des Fahrtenbuches, d.h. es müssen verschiedene Kriterien an das Fahrtenbuch erfüllt werden.

  • Damit in dem Fahrtenbuch keine nachträglichen Korrekturen vorgenommen werden können, darf es nicht als „Lose-Blatt-Sammlung“, sondern muss als gebundene Form geführt werden.
  • Das Fahrtenbuch muss zeitnah und in chronologischer Reihenfolge geführt werden, so dass Ergänzungen oder Änderungen klar zu erkennen sind.
  • Für jede Fahrt müssen Angaben wie Datum, Kilometerstand am Anfang und am Ende, zurückgelegte Kilometer, privat oder dienstlich veranlasste Fahrt, Zweck der Reise (besuchter Kunde, Geschäftspartner etc.) oder Reiseziel aufgeführt werden.

Pauschalversteuerung nach der 1%-Regelung

Wird einem Arbeitnehmer oder einem angestellten GmbH-Geschäftsführer ein Firmen-Pkw aus betrieblichem Interesse überlassen, so kann der den Firmen-Pkw pauschal versteuern.

Der Arbeitgeber setzt hierzu den Anteil der privaten Nutzung mit monatlich 1 % vom Brutto-Listenpreises des Inlandes (zuzüglich der Kosten für Sonderausstattung einschließlich der Umsatzsteuer) an. Dieser Wert wird unabhängig vom Alter des Fahrzeuges auf das Brutto aufgeschlagen und anschließend als geldwerter Vorteil wieder vom Netto abgezogen.

Hinzu kommen noch monatlich 0,03 % vom Brutto-Listenpreis pro Entfernungskilometer zwischen Wohnung und Arbeit.

Die Entscheidung ob es günstiger ist, ein Fahrtenbuch zu führen oder die Pauschalver-steuerung zu wählen, hängt vom jeweiligen Einzelfall ab und wird hier daher nicht näher erörtert.


Der Text gibt keine Gewähr auf Vollständigkeit.