Mit High Heels ins Büro? Wie 10 Zentimeter mehr uns beeinflussen

Allen Blasen, Schmerzen und Fußdeformationen zum Trotz schinden sich viele Frauen freiwillig von früh bis spät am Arbeitsplatz in High Heels. Sie stöckeln durch die Gänge, nehmen Termine wahr und legen dabei Meilen zurück als gäb's kein Morgen mehr. Aber was erklärt diese Faszination mit hohen Hacken und das innige Frau-Schuh-Verhältnis, das die gesundheitlichen Risiken unwichtig erscheinen lässt?

Dass High Heels sexy machen, ist klar. Sie transformieren den Gang und das gesamte Erscheinungsbild einer Frau: Füße erscheinen damit kleiner, Fesseln schlanker und die Beine lassen Stilettos nicht nur länger, sondern auch konturierter wirken. Sicher tragen Frauen solche Schuhe aber nicht per se, um Kollegen und Chefs zu bezirzen. Denn jede Frau kennt auch das erhabene Gefühl der Anmut und Eleganz, die sie verleihen. Hohe Absätze verwandeln sofort die gesamte Körperhaltung und pushen so das Selbstbewusstsein der Trägerin – sie verkörpern schlichtweg eine Art Lebensgefühl. Und daran mag wohl auch die Werbeindustrie nicht ganz unschuldig sein.

Laut dem Antropologe Euclid O. Smith tragen Frauen daher im Büro High Heels nicht, um ihre weiblichen Reize für die Karriere zu nutzen, sondern, um sich größer zu machen und damit im übertragenen Sinn auch an Größe und Macht zu gewinnen. Der Versuch, sich auf Augenhöhe des Chefs zu mogeln muss also Grund für die große Beliebtheit von High Heels im Business-Umfeld sein.