Freizeit-Mentalität: Freiwillig weniger arbeiten?

Als Berufseinsteiger hat man es nicht leicht. Ist die Hürde des Studiums erstmal überwunden warten neue anspruchsvolle Herausforderungen auf den frisch gebackenen Absolventen. Neben Bewerbungsschreiben, Bewerbungsgesprächen und einem möglichen Ortswechsel, stellt sich für viele die Frage nach den Arbeitszeiten. Ist man als Student doch ein hohes Maß an freier Zeiteinteilung gewöhnt (nicht zu vergessen die vorlesungsfreie Zeit), so muss man sich als Berufseinsteiger an feste Arbeitszeiten und Urlaubsanträgen herumschlagen. Willkommen im Leben!

Aber es gibt neben denjenigen, die sich nach einer 40-Stunden Woche sehnen, auch diejenigen, denen ihre Freizeit heilig ist. Zeit für Freunde, Familie oder Hobbies stehen gerade bei der häufig zitierten „Generation Y“ noch vor dem Gehalt. Aber wie vermittelt man, dass man lieber weniger arbeiten und verdienen möchte? Häufig wird mit solchen Arbeitsvorstellungen eine mangelnde Disziplin oder fehlendes Interesse unterstellt. Deswegen heißt es: Behutsam anfragen. Möglichst schon im Bewerbungsgespräch einfließen lassen, dass man beispielsweise ein Ehrenamt ausführt, das einem am Herzen liegt und somit auch neben dem Beruf viel Zeit in Anspruch nehmen würde. Diejenigen, die sich ehrenamtlich betätigen sind also fein raus, weil sie einen triftigen Grund hätten, „nur“ Teilzeit arbeiten zu können.

Aber was, wenn einem einfach die Freizeit wichtiger ist, als der nine-to-five- Job? Hier gestaltet sich das Ganze schon etwas schwieriger. Aber im Endeffekt hilft alles nichts, und man muss die Karten offen auf den Tisch legen. Die Vorteile von freiwilliger Teilzeit sind für den Arbeitnehmer nicht von der Hand zu weisen: Hohe Motivation, geringere Fehleranfälligkeit und im Verhältnis weniger Fehlstunden. Habt ihr Erfahrungen damit gemacht, wie die Chefs reagieren, wenn man freiwillig weniger Arbeiten möchte? Welche Gründe kann man nennen und was sollte man besser verschweigen? Und was haltet ihr von so einer „Teilzeit-Mentalität“?