Wohnungbauprämie

Hast du z.B. einen Bausparvertrag abgeschlossen, so kannst du hierfür eine staatliche Förderung in Form der Wohnungsbauprämie in Anspruch nehmen.

Rechtsgrundlage für die Wohnungsbauprämie ist das Wohnungsbau-Prämiengesetz (WoPG).

Nach § 2 WoPG kommen z.B. folgende Verträge für die Gewährung einer Wohnungsbauprämie in Frage:

  • Beiträge an Bausparkassen zur Erlangung von Baudarlehen
  • Aufwendungen für den ersten Erwerb von Anteilen an Bau- und Wohnungsgenossenschaften
  • Verträge zum Zwecke des Baus oder Erwerbs von selbst genutzten Wohneigentums oder zum Erwerb eines eigentumsähnlichen Dauerwohnrechts

Der Anspruch auf die Prämie entsteht mit Ablauf des Sparjahres. Sparjahr ist das Kalenderjahr, in dem die prämienbegünstigten Aufwendungen geleistet worden sind (§ 4 WoPG).

Voraussetzungen:

Das zu versteuernde jährliche Einkommen darf nicht mehr als 25.600 Euro bei Ledigen und nicht mehr als 51.200 Euro bei Eheleuten betragen. Maßgeblich ist das zu versteuernde Einkommen des Sparjahres.

Antragsteller müssen unbeschränkt einkommensteuerpflichtige Personen sein, die das 16. Lebensjahr vollendet haben oder Vollwaisen sind.

Der zu sparende Betrag beläuft sich auf mindestens 50 Euro im Jahr.

Beantragung:

Die Prämie ist nach amtlich vorgeschriebenem Vordruck bis zum Ablauf des zweiten Kalenderjahrs, das auf das Sparjahr folgt, bei dem Unternehmen zu beantragen, an das die prämienbegünstigten Aufwendungen geleistet worden sind. Das Unternehmen hat den Antrag zu prüfen und macht eine Wohnungsbauprämien-Anmeldung bei dem dafür zuständigen Finanzamt.

Liegen die Voraussetzungen für die Zahlung der Wohnungsbauprämie vor, so überweist das Finanzamt die Wohnungsbauprämien nach Ablauf der 7-jährigen Sperrfrist auf das Bausparkonto.

Nach Ablauf der Bindungsfrist von 7 Jahren kann über das angesparte Guthaben zuzüglich der Zinsen und der Wohnungsbauprämie verfügt werden. Allerdings ist das Geld an eine wohnwirtschaftliche Verwendung gebunden, wie z.B. dem Bau bzw. Kauf einer Immobilie oder der Renovierung von selbst genutztem Wohnraum.

Diese Bindung gilt allerdings nicht für Sparer, die bei Vertragsabschluss das 25. Lebensjahr noch nicht vollendet haben. Außerdem gibt es Ausnahmeregelungen bei Tod oder längerer Arbeitslosigkeit.

Höhe der Prämie:

Je Kalenderjahr wird eine Wohnungsbauprämie in Höhe von 8,8 % für Aufwendungen in Höhe von höchstens 512 Euro bei Ledigen und höchstens 1.024 Euro bei Eheleuten vom Staat gezahlt. Maximal werden also 45,06 € für Ledige und 90,11 € für Eheleute als Wohnungsbauprämie gezahlt.

Erhalte ich für einen Bausparvertrag bereits die Arbeitnehmersparzulage so habe ich für diesen Vertrag keinen Anspruch mehr auf die Wohnungsbauprämie.

Da es sich bei der Wohnungsbauprämie um ein komplexes Thema handelt, werden hier nur die wichtigsten Inhalte vorgestellt. Es wird keine Gewähr auf Vollständigkeit oder Richtigkeit gegeben.