Wirtschaftswissenschaftler und Ingenieure punkten: Nachgefragte Fachrichtungen

Die Nerds aus der „Big Bang Theory“ sind zwar beliebt – aber nicht auf dem Stellenmarkt. So zeigt die Hochschul-Recruiting-Studie der Jobbörse Jobware in Zusammenarbeit mit der Hochschule Koblenz, dass 57 Prozent der Unternehmen Wirtschaftswissenschaftler einstellen. Dahinter folgten mit jeweils 48 Prozent Informatiker und Ingenieure. Physiker stehen abseits mit nur 11 Prozent.

Überraschend ist, dass Wirtschaftswissenschaftler und Informatiker häufiger als noch 2011 eingestellt werden. Ingenieure verzeichneten einen Einstellungsrückgang. 

Weniger überraschend ist, dass die Einstellung von Ingenieuren je nach Unternehmensgröße variiert. Nur rund 18 Prozent der Kleinunternehmen (weniger als 51 Mitarbeiter), jedoch rund 68 Prozent der Großunternehmen (mehr als 2.500 Mitarbeiter) bieten Ingenieuren einen Arbeitsvertrag an.

Ein ähnliches Bild zeichnet sich bei den Informatikern ab: Kleine Unternehmen stellten sie nur zu 29 Prozent ein. Im Gegensatz dazu wurden in 68 Prozent der Großunternehmen Informatiker eingestellt.

Begehrt sind auch Geistes- und Sozialwissenschaftler (16 Prozent) und Juristen (13 Prozent). Außerhalb der Top-5 folgen Psychologen (13 Prozent), Mathematiker (13 Prozent), wie eingangs erwähnt Physiker (11 Prozent), Chemiker (10 Prozent), Biologen (6 Prozent) sowie Architekten (4 Prozent).  


Die Hochschul-Recruiting-Studie 2014 (Jobware in Kooperation mit der Hochschule Koblenz unter wissenschaftlicher Leitung von Prof. Dr. Christoph Beck) untersucht, ob das seit mehreren Jahren steigende Angebot an Hochschulabsolventen auf eine entsprechende Nachfrage auf Seiten der Unternehmen trifft – differenziert nach Studienrichtung und Abschlüssen.


Björn Thomsen