Wie man sich kleidet ...

Der erste Eindruck ist in allen Lebenslagen häufig entscheidend und egal ob im Büro, Restaurant oder der Geburtstagsfeier: Die Wahl der richtigen Kleidung scheint für viele ein nahezu unüberwindbares Hindernis darzustellen. Die Frage "Was ziehe ich denn da bloß an?" bereitet sowohl Frauen als auch Männern einiges Kopfzerbrechen. Ein Problem, welches eigentlich keines ist, solange man einige Regeln beachtet.

Zu diesen Regeln gehört allerdings nicht die häufig zitierte Maxime "Erlaubt ist, was gefällt." Sicherlich ist jeder schon einmal von dem Anblick hochgezogener Socken in braunen Ledersandalen, passend zur viel zu engen kurzen Hose und "trendigem" Hawai'i-Hemd oder T-Shirt während des alljährlichen Mallorca-Urlaubs peinlich berührt worden. Doch selbst weniger auffällige modische Fehltritte führen häufig zu Vorurteilen, die den ersten Eindruck gegenüber unseren Mitmenschen beeinflussen.

Gerade im Hinblick auf heutige, weniger strenge Kleidungsvorschriften geht es inzwischen vor allem darum, eine größere Sensibilität gegenüber Anlass und Anwesenden zu entwickeln. Es gilt ein Gefühl dafür zu bekommen, welche Situation welche Kleidung erfordert, wobei diese weder zu leger noch zu herausgeputzt sein sollte.

Wie schon Knigge herausstellte, ist man in einer Gesellschaft verstimmt, "sobald man sich bewusst ist, in einer unangenehmen Ausstaffierung aufzutreten." Unwohl fühlen sollten sich also sowohl jene Damen, die vollkommen "overdressed" mit ihren feinen Stöckelschuhen den guten Englischen Rasen auf der Gartenparty des Gastgebers malträ- bzw. vertikutieren, als auch die Herren der Schöpfung, welche völlig "underdressed" zu einem offiziellen Empfang ihr bestes Paar Sportschuhe zur Schau stellen und durch das T-Shirt offen ihre große Verbundenheit zum Lieblings-Fußballverein bekunden.

Egal zu welchem Anlass es nun gilt die "richtige" Kleidung auszusuchen, ein gepflegtes Outfit ist immer angebracht. Ungeputzte Schuhe, löchrige Jeans, der Kaffeefleck oder die Tomatensauce auf dem Hemd machen sich ebenso schlecht wie Klamotten, in denen es sich der Schweißgeruch der letzten drei Wochen gemütlich gemacht hat.

Ob Sie nun als Privatperson, in offizieller oder in geheimer Mission unterwegs sind, es bleibt an dieser Stelle festzuhalten, dass auch heutzutage der alt bekannte Satz gilt: "Kleider machen Leute."
 
Von Sabrina Clemens