Wertschätzende Absageschreiben hinterlassen ein gutes Bauchgefühl

[…] „Ihre Bewerbungsunterlagen senden wir Ihnen zu unserer Entlastung zurück. Den Grund für die Absage können wir Ihnen leider nicht mitteilen“ […] 

So (oder so ähnlich) kommuniziert ein Großteil der jährlich mehr als 100 Millionen Absageschreiben den Misserfolg bei der Jobsuche. Dass es auch anders geht, zeigt der Wettbewerb „Die besten Absageschreiben an Bewerber“. 

Floskelhafte Absageschreiben sind uns allen schon begegnet. Im besten Fall akzeptieren wir die Absage als ein sachliches „Nein“ und suchen weiter. Im schlimmsten Fall ärgern wir uns über die Geringschätzung und behalten das absagende Unternehmen in schlechter Erinnerung. Muss das sein? Möglicherweise steht das Unternehmen einer zukünftigen Bewerbung offen gegenüber. Denn: „Geeigneter“ heißt nicht „besser“. Und manchmal entscheiden Nuancen über die Personalauswahl.

Um ehrliche, wertschätzende Bewerberkorrespondenzen zu würdigen, haben der Online-Stellenmarkt Jobware und die Personalberatung Kienbaum Communications „Die besten Absageschreiben an Bewerber“ ausgezeichnet – und als Buch veröffentlicht.

 


Die Prämierung: Sieger ist in diesem Jahr die buw holding GmbH. Der 2. Platz geht an die Ambulante Dienste e.V. Berlin und der 3. Platz an die Wieland-Werke AG. In der Sonderkategorie Ausbildung siegt die Laverana GmbH & Co. KG. Platz 1 in der Sonderkategorie Praktikum/Traineeship belegt die Chocoladefabriken Lindt & Sprüngli GmbH.


 

Dass der Erhalt einer Absage immer ein einschneidendes Erlebnis für den Bewerber ist und die rechtlichen Rahmenbedingungen (Stichwort: AGG) die Formulierung erschweren, ist eine echte Herausforderung für den Personaler.

Dass ein gutes Absageschreiben nicht nur auf das Unternehmensimage einzahlt, sondern auch dem Bewerber einen Vorteil bringt, liegt auf der Hand: So bemängeln viele Karriere-Spiegel-Leser, dass schlechte Absageschreiben keine Verbesserungsvorschläge geben. Ob unzureichende Qualifikationen oder Fehler in den Bewerbungsunterlagen den Ausschlag für eine Absage gaben, bleibt oft ungeklärt.

„Die besten Absageschreiben an Bewerber“ zeigen daher, wie Personaler diese haarscharfen Entscheidungen bei der Bewerberkorrespondenz meistern. 

 


Das Buch: Der Award „Die besten Absageschreiben an Bewerber“ baut auf den Ergebnissen einer Umfrage unter Bewerbern auf. Diese lieferte die zentralen Erfolgsfaktoren für ein gutes Absageschreiben aus der Sicht des Bewerbers. Mit den Umfrageergebnissen, Beispielen von gelungenen Absageschreiben, Praxistipps und einer Checkliste unterstützt das gleichnamige Buch Personaler und Recruiter beim Formulieren wertschätzender Absageschreiben. Das Buch (ISBN: 9783738601787) ist zum Preis von 34,90 Euro im Buchhandel, u.a. bei Amazon, erhältlich.


 

Haben Sie eine Absage erhalten, die sich hinter Standardformulierungen versteckt? Manchmal lohnt es sich, den Personaler zu kontaktieren und höflich um eine Begründung zu bitten. Auch das zeigte der Wettbewerb: Erstklassige Bewerber sind stets willkommen – auch wenn es beim ersten Mal nicht geklappt hat.

Björn Thomsen