Wenn der neue Job plötzlich nicht mehr gefällt

Neuer Job, neues Glück. Besonders viele Berufseinsteiger freuen sich auf ihren Karrierestart – vielleicht sogar in ihrem absoluten Wunschunternehmen. Einige stellen aber dann schon nach kurzer Zeit fest, dass genau diese Firma oder die angestrebte Position nicht ihren Vorstellungen entspricht. Eine schwierige Situation, vor allem, weil es gerade in den ersten Monaten gilt, seine Kollegen und Vorgesetzten von seinen Qualitäten zu überzeugen

Die ersten Monate können dann oft sehr lang sein. Auch die Unternehmen können ihre Mitarbeiter während der Probezeit ganz schnell vor die Tür setzen, sogar ohne Angabe von Gründen und mit einer Frist von zwei Wochen. Mehrere Studien in den vergangenen Jahren haben ergeben, dass etwa die Hälfte aller Vorgesetzten sich innerhalb der Probezeit schneller und bereitwilliger von ihren neuen Mitarbeitern trennt. Aber auch für die Unternehmen selbst sind die ersten Monate eine Probezeit, schließlich muss auch der Mitarbeiter glücklich mit seinem neuen Job sein. 

"Am Anfang muss man erst mal schauen, nach welchem Takt gespielt wird und welche Regeln gelten", meint Martin Wehrle in der WirtschaftsWoche. Noch während der Probezeit oder unmittelbar danach zu kündigen, sollte allerdings nur ein Notfallplan sein. "Eine Kündigung nach der Probezeit ist gerade für Einsteiger nicht ratsam. Das Berufsleben spielt sich nicht mehr im Semestertakt ab. Sie müssen beweisen, dass sie sich engagieren können und Durchhaltevermögen besitzen. Darum sollten sich Hochschulabsolventen ihren ersten Arbeitgeber gut aussuchen", rät Thomas Küpper, Geschäftsführer der Karriereberatung karrierekick.de, im Interview mit der Computerwoche

Besser ist es, sich eingehend zu fragen, was genau mir an meinem neuen Job nicht gefällt. Sind es die Kollegen? Kann ich vielleicht auch etwas tun, damit es mir an meinem Arbeitsplatz wieder besser gefällt oder ist es einfach die Position, die mich unglücklich macht? Wenn dann allerdings nur noch ein Jobwechsel in Frage kommt, sollte dieser auf jeden Fall gut begründet sein.