Zeit für Veränderung - Wann ein Jobwechsel in Erwägung gezogen werden sollte

Seinen Job zu wechseln, stellt für viele einen mutigen Schritt dar. Doch inzwischen kommt er immer öfters vor und gehört ein Stück zur Normalität dazu, denn eine berufliche Veränderung eröffnet neue Chancen, Perspektiven und persönliche Weiterentwicklung. Gut überlegt möge er dennoch sein. 

Zunächst sollte der Status Quo im aktuellen Job reflektiert werden. Wenn sie an diesem zweifeln, fragen Sie sich warum Sie sich ursprünglich mal für ihn entschieden haben. Wenn es noch nie eigene Motivation war, wird es Gedanken über eine berufliche Veränderung leicht gemacht. Achten Sie im Alltag mal darauf, ob Ihnen der Beruf Spaß macht. Ist das der Fall, sollte die Zeit wie im Flug vergehen, da Sie so in die Arbeit vertieft sind. Bestenfalls dann noch abends zufrieden nach Hause kommen und das Gefühl haben, etwas geschafft zu haben und sich schon auf den kommenden Arbeitstag freuen. Meistens ist man in den Sachen am besten, die einem gleichzeitig auch am meisten Freude bereiten. Dann noch das Gefühl zu haben, einen Mehrwert für das Unternehmen, mit dem man sich gleichzeitig bestenfalls identifiziert, oder für die Gesellschaft zu schaffen, ist natürlich ein großartiges Gefühl. Dazu noch ein tolles Arbeitsklima am Arbeitsplatz, und alles ist perfekt. Oder zu perfekt?

Zugegeben, dass alle aufgeführten Punkte im vollen Maße zutreffen, ist vielleicht etwas zu viel erwartet. Aber was ist, wenn zu viele nicht erfüllt werden und man sich nach Weiterentwicklung sehnt? Oder wenn schwerwiegende Gründe für eine Veränderung sprechen? Dazu gehört zum Beispiel die Gefährdung der Gesundheit durch Dauerstress oder gar Mobbing, ein anhaltender Stillstand durch den Mangel an karrieremäßigen und finanziellen Perspektiven, anhaltende Angst um seinen Arbeitsplatz oder Vetternwirtschaft. Seinen Job direkt an den Nagel hängen sollte man jedoch nicht, wenn man mal einen schlechten Tag gehabt hat, einen (auch größeren) Fehler begangen hat oder auch mal ordentlich Kritik einstecken musste.

Und bevor man das Handtuch schmeißt, sollte man zunächst einige Szenarien im Kopf durchspielen: Habe ich gute Chancen auf dem Arbeitsmarkt? Ist das aktuelle Problemvielleicht nur von kurzer Dauer? Kann ich mir finanziell die Veränderung erlauben? Steht mein privates Umfeld hinter dieser Entscheidung?

Sollten Sie sich für einen Wechsel entschieden haben, sollten jetzt Netzwerke aktiviert werden, Bewerbungsunterlagen auf Vordermann gebracht werden, potentielle neue Arbeitgeber unter die Lupe genommen werden und auch an die Kündigung für den aktuellen Job gedacht werden. Jobware.de bietet eine große Auswahl an potentiellen neuen Jobs für Fach- und Führungskräfte. Ist die Entscheidung gegen den Jobwechsel gefallen, gibt es noch Alternativen, die für mehr Zufriedenheit sorgen können. Weiterbildung können Sie beispielweise in VHS-Kursen finden, neue Perspektiven können sich innerhalb Zweitjobs auftun. Sinn und soziales Engagement kann in einer ehrenamtlichen Tätigkeit gefunden werden. Eine mögliche Lücke kann ein neues Hobby füllen.