Über den Umgang mit Kaktusmenschen

Der Kaktus eine Pflanze, mit der wir nicht gerne in Berührung kommen und wenn ja, dann kann das ganz schön weh tun. Genauso wie mit den sogenannten "Kaktusmenschen". 

Überall lauert Konkurrenz – auch im Büro. Und da kann es ganz schön stachelig werden. Ob brüllen, verletzen oder schweigen, Kaktusmenschen wissen meist, wie sie Kollegen zur Weisglut bringen und gleichzeitig ihren inneren Druck dadurch abbauen. Umfragen haben ergeben, dass fast 40 Prozent der Menschen solchen Feindseeligkeiten und Seitenhieben ausgesetzt sind. Nur leider wissen die oft nicht, wie sie mit diesen Verhaltensweisen umgehen sollen. 

Viele Betroffene werden oft von ihrem Chef schikaniert und geärgert. Das passiert, weil viele Führungskräfte meist allein wegen ihrer Qualifikation befördert werden, aber keine Ahnung vom zwischenmenschlichen Umgang haben. Psychotherapeutin Rotraud Perner beschäftigt sich in ihrem Buch "Kaktusmenschen - Zum Umgang mit verletzenden Verhaltensweisen" mit unberührbaren Nesseln und beschreibt , wie wir uns vor Stichen schützen können. 

So kann ein Kaktusmensch nur jemanden quälen, über den er auch Macht hat. Deshalb ist es besonders wichtig, sich unabhängig zu machen, stets freundlich zu bleiben und sich Rückhalt bei anderen Kollegen zu suchen. Ein Kaktusmensch sollte vielleicht hinterfragen, welche Verhaltensweisen ihn selbst verletzen, welche Sätze er nicht gerne hört wenn man sich an ihm auslassen würde und sich den Umgang mit anderen bewusst vor Augen führen.