Schöner die (Studenten-) Kassen nie klingeln

Auch in diesem Jahr ist im Advent wieder die Hölle los. Zwischen all den Würstchenständen und Glühweinbuden ist die Jagd nach den passenden Geschenken entbrannt. Doch wer steckt eigentlich unter den Weihnachtsmann- und Engelskostümen, wer sind die freundlichen jungen Damen, die unsere Bücher verpacken (es zumindest versuchen) und wer versorgt uns nach einer langen Shopping-Tour mit köstlichen glühenden Heißgetränken? Richtig geraten: Die Studenten!

Die Weihnachtszeit ist nämlich die Zeit des Jahres, in denen die Studierenden jene himmlischen Jobs finden, mit denen sie einen raschen Euro einsacken und die leere Studenten-Kasse klingeln lassen können.

Je nach Eignung und persönlichen Vorlieben stehen verschiedene Aushilfsjobs zur Wahl. Ganz oben auf der Beliebtheitsskala steht wohl der, ohne den Weihnachten gar nicht möglich wäre! Da heißt es, Kostüm überstreifen, den weißen Rauschebart ankleben und wenn nötig vielleicht ein WG-Sofa-Kissen um den Bauch binden. Doch das allein macht noch keinen Weihnachtsmann. Wer diese Rolle perfekt spielen will, sollte in jedem Fall auf allerlei fiese Kinderfragen vorbereitet sein. Sätze wie "Dich gibt's doch gar nicht" oder "Kriege ich dieses Jahr endlich mein Pony?" müssen immer freundlich beantwortet werden. Wer sich dem nicht gewachsen fühlt, aber durch herausragende Fingerfertigkeit besticht, der wird gerne hinter den zahlreichen Einpackstationen gesehen.

Für die Grobmotoriker bleibt der Job als Weihnachtsbaumverkäufer. Ist die Arbeit als fröhliche Einpack-Fee doch eher was für Weicheier, sind hier noch echte Kerle gefragt. Wer den ganzen Tag Tannen oder Fichten durch die Gegend schleppt und in Netze verpackt, der weiß abends was er getan hat.

Um einiges gemütlicher und wärmer (von außen und innen) ist der Job als Glühwein- Fachverkäufer/in. Wer es gerne heiß mag und heiß anfassen kann, für den ist dies genau das Richtige. Aber auch wenn es schwer fällt, gilt es sich zusammenzureißen und mit dem Eigenverzehr bis nach Feierabend zu warten.

Die Weihnachtszeit hält also für nahezu jeden, der das eigene Geschenkebudget aufbessern möchte, etwas bereit. Und unter uns Weihnachtsmännern: Was gibt es schöneres als ein schreiendes Kind auf dem Schoß, das sich gerade in die Windel gemacht hat?!
 
Von Sabrina Clemens