Schlüsselqualifikationen im Job

Aufregung ist ein Fremdwort für Francois Legrand. Der junge Betriebswirt besitzt das gewisse Etwas, von dem viele träumen. Nun wartet er vor der Tür des Personalleiters der französischen Bank auf sein Vorstellungsgespräch. Gelassen schaut er aus dem Fenster, feuchte Hände hat er nicht.

Legrand bringt das mit, was Personalchefs am dringendsten suchen: Schlüsselqualifikationen, die sogenannten Soft Skills. Wer locker auf Menschen zugeht, eine sympathische Ausstrahlung hat und keine Berührungsprobleme zeigt, kann damit auftrumpfen und schnell zum Aufsteiger werden. Mehr als 50 Prozent aller Anforderungen, die seitens der Wirtschaft an den Führungsnachwuchs gestellt werden, sind Soft Skills. Das hat eine Umfrage des Instituts der Deutschen Wirtschaft in Köln ergeben.

Unternehmen legen Wert auf Soft Skills
Für drei von vier Unternehmen ist eine hohe Leistungsbereitschaft das wichtigste Persönlichkeitsmerkmal. Jeder zweite Betrieb schätzt die Fähigkeit, sich in neue Themen einzuarbeiten, vernetzt zu denken sowie Probleme zu lösen. Belastbarkeit, selbstständiges Arbeiten und Entschlusskraft gehören ebenfalls zu den gefragten Persönlichkeitsmerkmalen.

Zeitmanagement, Arbeitstechniken und Fremdsprachen, vor allem aber soziale und kommunikative Kompetenzen runden das begehrte Profil ab. Wer es noch immer nicht begriffen hat, sollte sich endlich hinter die Ohren schreiben: Wer früh fachübergreifende Kenntnisse und Fähigkeiten erwirbt und gefragte persönliche Merkmale trainiert, hat einfach bessere Karten.

Von Max Leonberg