Probezeit - Auf Bewährung im neuen Job

Damit war nicht zu rechnen. Kaum hat man den neuen Job angetreten, schon lauern überall Fettnäpfchen. Probezeit?! Jetzt bloß nicht durchdrehen!

Die erste Zeit im neuen Job ist kein Zuckerschlecken. Noch so gute Referenzen und Erfahrungen reichen nicht aus, um gegen alles gewappnet zu sein. Sich fachlich zu profilieren scheint am leichtesten zu sein, schließlich ist man ja Akademiker. Doch die Tücken der ersten 100 Tage im neuen Job liegen woanders. Einige verwechseln den Arbeitsplatz mit einem Laufsteg, andere geben vorlaute Kommentare zu unpassender Zeit. Sich einzuschmeicheln scheint besonders beliebt zu sein. Ohne sich über ihre Verhaltensweisen im Klaren zu sein, lassen sich neue Mitarbeiter vor den Karren anderer spannen, spielen unpassende Rollen oder profilieren sich auf Kosten der Kollegen.

Reflexion und Selbsteinschätzung sind in der Probezeit Pflicht
Klar muss man in der Probezeit kürzer treten: Mit Freunden die Nacht zum Tag machen - Fehlanzeige. Auch für Hobbys bleibt kaum Zeit. Trotzdem kann es sich lohnen, nach Feierabend mal über die eigenen Stärken und Schwächen nachzudenken. Erreiche ich meine persönlichen Ziele oder stehe ich mir dabei selbst im Weg? Wie komme ich eigentlich an? Sich selbst kritisch zu hinterfragen kann wahre Wunder wirken. Schließlich ist die Probezeit für beide Seiten gedacht. Nicht nur der neue Mitarbeiter wird in seiner Bewährungszeit unter die Lupe genommen. Auch er muss herausfinden, ob er sich in der neuen Firma wohlfühlt.
 
Von Max Leonberg