Bachelor holt auf: Lohnt sich der Master noch?

Bachelorabsolventen können bei größeren Unternehmen mehr verdienen als Masterabsolventen, die bei kleinen Unternehmen angestellt sind. Zu diesem Ergebnis kommt die Hochschul-Recruiting-Studie

Für Studierende stellt sich immer häufiger die Frage, ob Sie einen Bachelor- oder Masterabschluss machen. Studiendauer, Karriereaussicht und die Höhe der Entlohnung stellen Akademiker vor die Qual der Wahl.

Dass der Bachelor in der Gesellschaft (und bei den Unternehmen) angekommen ist, macht die Entscheidungsfindung nicht leichter. So können Bachelorabsolventen bei größeren Unternehmen mehr verdienen als Masterabsolventen, die bei kleinen Unternehmen angestellt sind.

Demnach verdienen Bachelorabsolventen bei Unternehmen mit mehr als 2.500 Mitarbeitern ein durchschnittliches Jahresgehalt von 40.940 Euro. Masterabsolventen erhalten ein durchschnittliches Einstiegsgehalt von 38.460 Euro bei Unternehmen, die weniger als 51 Mitarbeiter beschäftigen. Insgesamt müssen Masterabsolventen auf mindestens zwei Jahresgehälter von durchschnittlich 38.900 Euro verzichten, was dem durchschnittlichen Einstiegsgehalt von Bachelorabsolventen über alle Unternehmensgrößen hinweg entspricht. Lohnt sich der Master noch? 

Die Studie zeigt, dass die Einstiegsgehälter für Bachelor- und Masterabsolventen mit steigender Unternehmensgröße kontinuierlich zunehmen. 

Ausschließlich Absolventen mit Promotion können über alle Unternehmensgrößen hinweg ein mittleres Einstiegsgehalt von mehr als 40.000 Euro erwarten. Rund 27 Prozent aller Unternehmen zahlen sogar ein Einstiegsgehalt über 52.000 Euro.


Die Hochschul-Recruiting-Studie 2014 (Jobware in Kooperation mit der Hochschule Koblenz unter wissenschaftlicher Leitung von Prof. Dr. Christoph Beck) untersucht, ob das seit mehreren Jahren steigende Angebot an Hochschulabsolventen auf eine entsprechende Nachfrage auf Seiten der Unternehmen trifft – differenziert nach Studienrichtung und Abschlüssen.


Björn Thomsen