Financial Times Ranking: US-Dominanz schwindet

Mit der London Business School (LBS) steht das erste Mal eine europäische Schule an der Spitze des weltweiten Rankings der Financial Times - allerdings teilt sie den ersten Platz mit der Wharton School aus Philadelphia. Auch andere internationale Schulen konnten sich verbessern.

Zwar stammen noch immer über 50 der 100 der weltweit besten Vollzeit-MBA-Programme aus den USA, doch ihre Dominanz schrumpft. So sind unter den Top 20 inzwischen acht europäische und drei asiatische Schulen. Zweitbeste europäische Schule ist Insead auf Platz 5 (Platz 6 im Vorjahr), gefolgt vom Instituto de Empresa in Madrid auf Platz 6 (Platz 8 im Vorjahr).

Europäische Schulen schneiden durchwachsen ab
Verbessern konnte sich auch die Esade Business School in Barcelona von Rang 21 auf 18, die Rotterdam School of Management von Rang 34 auf 26 und die Bocconi School of Management in Mailand von Rang 48 auf 38. Verlierer ist die HEC in Paris, die elf Plätze einbüßte und auf Rang 29 landete.

Auch die meisten britischen Schulen schnitten schlechter ab. Grund dürfte vor allem die Abwertung des britischen Pfunds und die Anpassung der Kaufkraftparität der Weltbank sein. Diese ist wiederum ausschlaggebend für die Berechnung der gewichteten Durchschnittsgehälter, die 20 Prozent der Bewertung ausmachen.

Internationale Aussichten
Von den Veränderungen sind jedoch auch die Schulen in Asien betroffen. Dennoch schaffte es die China Europe International Business School (CEIBS) in Shanghai auf Platz 8 und ist damit die erste chinesische Schule unter den Top 10.

Zu den Gewinnern gehören auch die Indian School of Business in Hyderabad, die sich von Platz 20 auf Platz 15 verbesserte. Warum die Schule, die bisher über keine internationale Akkreditierung verfügt - laut FT eine Voraussetzung für die Aufnahme ins Ranking - überhaupt bewertet wurde, bleibt erneut ein Rätsel. Bemerkenswert ist auch das Verschwinden der Shanghai Jiao Tong University, die im vergangenen Jahr noch als Shooting-Star auf Platz 41 weltweit landete.

Erheblich verbessern konnten sich die Business Schools aus Singapur. Die Nanyang Business School schaffte es auf Platz 24 (Vorjahr 46) und die im letzten Jahr nicht platzierte National University of Singapore kam auf Platz 35.

Newcomer im Ranking sind die britische Aston Business School auf Platz 77 und die Grenoble Graduate School of Business auf Platz 87. Bei den US-Schulen schaffte die Hult International Business School, die über einen Campus in den USA, London, Dubai und China verfügt, mit Rang 97 erstmals den Sprung in die Top 100.

Via www.schwertfeger-mba-channel.com
 
Von Bärbel Schwertfeger