Facility-Management-Spezialisten sind gesucht

Während viele Branchen unter der Wirtschaftskrise stöhnen, suchen die Personalverantwortlichen in anderen Bereichen händeringend Fachkräfte. Ganz oben auf der Hitliste dieser Wachstumsbranchen steht beispielsweise das Facility Management, in dem aktuell in den zwölf führenden Unternehmen über 1.000 offene Jobs ausgeschrieben sind.

Facility Management (FM) ist ein weites Feld und umfasst so ziemlich alles, was Unternehmen und Organisationen am Laufen hält sowie umwelt- und kostenbewusst wirtschaften lässt. Facility-Spezialisten sorgen zum Beispiel für den reibungslosen Betrieb auf Flughäfen, in großen Wohnhäusern, in Bürogebäuden oder in Krankenhäusern. Sie kümmern sich darum, dass immer frische Wäsche vorhanden ist, dass Klimaanlage und Heizung zuverlässig und optimal arbeiten, sie sorgen für Hygiene und Sicherheit. Auch kaufmännische Aufgaben gehören zur großen Bandbreite eines Facility Managers.

Keine Spur von Krise
Insgesamt biete dieser Bereich exzellente Berufsaussichten, weiß Professor Dr. Frank Ehrenheim von der Fachhochschule Gießen-Friedberg, dessen Fachgebiet Facility Management ist: "Die Branche ist krisenfest. Denn in wirtschaftlich schlechten Zeiten müssen Unternehmen sparen, Facility Management bietet viele Möglichkeiten, die Kosten zu senken." Wer sich entsprechend qualifiziere, sei in Deutschland eine gefragte Arbeitskraft, so Professor Ehrenheim.

Wer sich über Jobmöglichkeiten in diesem Bereich informieren will, findet zum Beispiel auf der Website mehr als tausend Angebote und kann sich online gleich bewerben - unter anderem für einen von rund 900 Ausbildungsplätzen. Betreiber der Site ist die Initiative FM - Die Möglichmacher, die von zwölf führenden Anbietern getragen wird. Der Markt für Facility Management in Deutschland wird auf ein Gesamtvolumen von rund 55 Milliarden Euro geschätzt und wächst seit Jahren kontinuierlich. Die zwölf beteiligten Unternehmen beschäftigen insgesamt mehr als 112.000 Mitarbeiter und setzen am deutschen Markt rund sechs Milliarden Euro um.
 
Von Julia Schreiber