
Distanzzonen Distanzzonen bezeichnen die räumliche Differenz zwischen zwei Personen. Sollten diese ungewollt überschritten werden, kann das erheblich unser Wohlbefinden beeinträchtigen. Ein genaues Wissen darüber, welche Distanzzone in welcher gesellschaftlichen Situation eingehalten werden sollte, ist also wichtig, um Gesprächspartner nicht versehentlich einzuengen.
Drei Distanzzonen im beruflichen Umfeld
Intime Distanzzone: Generell wird ein Abstand von bis zu 50 Zentimetern zu unserem Gegenüber als intim angesehen. Dieser Bereich ist für gute Freunde oder Familienmitglieder reserviert und kann auch engen Körperkontakt zum Beispiel bei einer Begrüßung beinhalten. Vorsicht ist besonders geboten bei Personen, die man noch nicht gut kennt. Diese reagieren auf ein Eindringen in die intime Distanzzone häufig zurückweisend oder verärgert. In einem professionellen beruflichen Umfeld darf diese Distanzzone daher nicht überschritten werden.
Persönliche Distanzzone: Bei einer Entfernung von bis zu einem Meter finden in der Regel Unterhaltungen oder Begrüßungen per Hand statt und werden als angenehm empfunden. Besonders im Job ist dies also der geeignete Gesprächsabstand. Je ungezwungener der Small Talk, umso eher kann das Distanzbedürfnis sogar sinken und in die intime Zone übergehen. Diese fließende Grenze setzt aber auch gute Beobachtung voraus. Wenn der Gesprächspartner sich abwendet, den Blickkontakt vermeidet oder gar die Arme verschränkt, empfiehlt es sich, die Distanz zu vergrößern.
Gesellschaftliche Distanzzone: Bei einem Abstand von 1 bis 3 Metern begrüßen wir Kollegen oder den Chef nur flüchtig. Unsere Haltung ist dann eher zögerlich und es wird in sicherer Entfernung entschieden, ob es zu Small Talk oder einem weiteren Gespräch kommt. Wollen Sie ihrem Gegenüber signalisieren, dass Sie dazu bereit sind und den Übergang in die persönliche Distanzzone begrüßen, reicht meist schon ein freundliches Lächeln.
Wissen um Distanzzonen schafft eine positive Atmosphäre
Gegenstände wie Schreibtische oder Verkaufstresen können Abstände schnell vergrößern und somit ein unpersönlicheres Gefühl in einer Unterhaltung hervorrufen. Solche negativen Einflüsse können aber ausgeblendet werden. Es ist zum Beispiel ratsam, einem Gast in Ihrem Büro nicht über den Tisch hinweg die Hand zu reichen, sondern ihm entgegenzukommen. Damit geben Sie ihm unbewusst zu verstehen, wie wichtig Ihnen Kommunikation ohne Barrieren ist. Das schafft optimale Voraussetzungen für einen entspannten und freundlichen Verlauf des Gesprächs.
Tipp:
Schenken Sie eintretenden Besuchern möglichst sofort Ihre Aufmerksamkeit. Die meisten Arbeiten können auch später weitergeführt werden. Sollte Ihnen das nicht möglich sein, da Sie zum Beispiel noch ein Telefonat zu Ende führen müssen, nehmen Sie dennoch unbedingt Blickkontakt auf, um dem Gegenüber ein Gefühl der Wertschätzung zu vermitteln. Weisen Sie mit einer Handbewegung auf einen Stuhl. Das vermeidet einen abweisenden Eindruck, der für das folgende Gespräch nachteilig sein kann. Von Jobware Online-Service
|