Arbeitszeitkonto

In vielen deutschen Unternehmen verfügen Arbeitnehmer heutzutage über ein Arbeitszeit-konto.

Auf dem Arbeitszeitkonto werden die Differenzen zwischen tatsächlich geleisteten Arbeitsstunden und der vertraglich vereinbarten Arbeitszeit verbucht. Somit kann das Arbeitszeit-konto sowohl einen positiven Saldo (Plusstunden) als auch einen negativen Saldo (Minus-stunden) aufweisen.

Mitarbeiter können der Auftragslage entsprechend eingesetzt werden und müssen bei einer schlechten wirtschaftlichen Lage nicht entlassen werden.

Für die Mitarbeiter bedeutet dies den Vorteil, dass sie ihre Arbeitskraft effektiv einsetzen können und Beruf und Privatleben besser miteinander vereinbaren können. So haben sie z.B. die Möglichkeit durch den Abbau von Zeitguthaben private Dinge zu erledigen, ihren Urlaub zu verlängern oder eher in Rente zu gehen.

 

Verschiedene Arten von Arbeitszeitkonten:

Gleitzeitkonto

Das Gleitzeitkonto ist die am häufigsten vorkommende Form eines Arbeitszeitkontos in deutschen Unternehmen.

Hier wird täglich die geleistete Ist-Arbeitszeit erfasst und mit der Soll-Arbeitszeit verglichen. Die Differenz wird dann ausgewiesen und ist in der Regel für den aktuellen Tag oder als kumulierter Wert abrufbar.

Das Gleitzeitkonto muss in der Regel am Monatsende ausgeglichen sein bzw. es dürfen oft auch eine festgelegte Anzahl an Stunden in den Folgemonat übernommen werden.


Jahresarbeitszeitkonto

Auf dem Jahresarbeitszeitkonto können die Arbeitnehmer eine größere Anzahl an Stunden sammeln. In Zeiten mit einer guten Arbeitsauslastung können Arbeitnehmer Stunden aufbauen und in Zeiten mit einer niedrigen Auslastung Stunden abbauen. Unternehmen können somit auf entsprechende Auftragsschwankungen reagieren und brauchen Arbeitnehmer in wirtschaftlich schlechten Zeiten nicht zu entlassen.


Langzeitkonto

Auf einem Langzeitkonto können die Arbeitnehmer Zeitguthaben über einen längeren Zeitraum ansparen. Diese Zeitguthaben können dann z.B. für einen Langzeiturlaub, für Kinderbetreuungszeiten oder für einen früheren Ruhestand verwendet werden.

Bei allen Formen der Arbeitszeitkonten ist zu beachten, dass es Regelungen zum Ausgleich der Stunden geben muss und die Zeitguthaben für den Fall eines Konkurses des Unternehmens abgesichert sein müssen.