Akzeptanz für Bachelor steigt / Doktoren sind begehrt

Nein, der Bachelor ist nicht mehr nur ein Rosenkavalier und Fernseh-Schönling. Er ist auch ein anerkannter Abschluss, den Unternehmen zu schätzen wissen.

So hat die Akzeptanz des Bachelorabschlusses ein hohes Niveau erreicht: Während 2011 nur 70 Prozent der Unternehmen Bachelor einstellten, waren es 2013 bereits 77 Prozent. Vor allem kleine und mittelständische Unternehmen (KMU) stellen ihn ein. Das zeigt die aktuelle Hochschul-Recruiting-Studie des Online-Stellenmarktes Jobware in Kooperation mit der Hochschule Koblenz. 

Einige innige Bindung zum Bachelor demonstrierten gar 14 Prozent der Unternehmen: Sie haben ausschließlich Bachelorabsolventen eingestellt, das heißt darüber hinaus keine Absolventen mit einem Master- oder Diplomabschluss oder einer Promotion.

Wer länger studiert ist aber nicht im Nachteil, denn 84 Prozent der Unternehmen suchten Master- und Diplomabsolventen.

Großunternehmen wissen ihn zu schätzen (und zu entlohnen). Der Doktor wird von 48 Prozent der Unternehmen mit mehr als 2.500 Mitarbeitern beschäftigt. Durchschnittlich wird er von einem Viertel aller Betriebe eingestellt.

Der Trend zeigt, dass Bachelorabsolventen immer bessere Chancen auf Karriere haben. Altgedient verliert der Doktortitel aber nicht an Wert.


Die Hochschul-Recruiting-Studie 2014 (Jobware in Kooperation mit der Hochschule Koblenz unter wissenschaftlicher Leitung von Prof. Dr. Christoph Beck) untersucht, ob das seit mehreren Jahren steigende Angebot an Hochschulabsolventen auf eine entsprechende Nachfrage auf Seiten der Unternehmen trifft – differenziert nach Studienrichtung und Abschlüssen.


Björn Thomsen